| 1. Jägers Liebeslied: Ich schieß den Hirsch... | |
|
Jägerlied
aus Siebenbürgen um 1843, |
|
|
1. Ich schieß' den Hirsch im wilden Forst, |
4. Ich sah den Freund dahingestreckt, |
| 2. Kampiere oft zur Winterszeit In Sturm und Wetternacht, Hab' überreist und überschneit Den Stein zum Bett gemacht; Auf Dornen schlief ich wie auf Flaum, Vom Nordwind unberührt |: Und dennoch hat die harte Brust Die Liebe auch gespührt. :| |
5. Und wenn die Jagd zu Ende geht, Die Büchse nicht mehr knallt, Dann sage ich Lebewohl zu Dir, Du schöner deutscher Wald. Und wenn der jüngste Tag bricht an, Dann steig ich aus dem Grab |: Und wieder geht´s mit Hussa dann Das wilde Tal hinab. :| |
| 3. Der wilde Falk ist mein
Gesell, Der Wolf mein Kampfgespan; Der Tag geht mir mit Hundsgebell, Die Nacht mit Hussa an; Ein Tannreis schmückt statt Blumenzier Den schweißbefleckten Hut |: Und dennoch schlug die Liebe mir Ins wilde Jägerblut. :| |
| 2. Großer Gott... | |
| 1. Härrgott, graut is diene
Macht! Laiwe Härr, wi willt di priesen! Du düör düsse Naut un Nacht kanns alleen den Weg us wiesen. Magg de ganze Welt vergaohn, diene Macht, de bliww bestaohn. |
3. Härrgott, reek us diene Hand! Deipste Naut, se lährt us biäden. Dömp den Krieg, den wilden Brand, giww us alle wier den Friäden! Help us rut ut düsse Nacht! Härrgott, graut is diene Macht! |
| 2. Alls wat liäwt
up düsse Welt, in de Lucht, up´t wiede Water, buowen üöwert Wolkentelt - alls röpp to di: "Use Vader!" Hölps us all dör Christi Daud, niäm us up in dienen Schaut! |
| 3. Jungschützenlied... | |
| 1. Jungschützengilde, schmucke
Schar, sind wir voll Jugendfeuer. Wir folgen treu des Budnes Aar, dem zeichen,d as uns teuer. hoch lebe unser Kommandeur, er reitet stolz zu Pferde. Und wir, wir ziehen hinterher. Gibt's Schön'res auf der Erde? Valleri, vallera, valleri, vallera, gibt's Schön'res auf der Erde? |
3. Denn fest hält uns'res Hauptmanns Hand
der hehren Ordnung Zügel. Vermessen wär's und Unverstand, zu streichen
über'n Bügel. Nur wenn er uns Versammlung hält, läßt er die Milde walten. Dann sind die Herren wir der Welt, wir dürfen freier schalten. Valleri, vallera, valleri, vallera, wir dürfen freier schalten. |
| 2. Wir ziehen durch
die Straßen hin im festlichen Gepränge. Mit stolzem Mut und frohen Sinn, nicht störet uns die Menge. Manch Auge schwarz, manch Auge braun blickt aus uns strammen Jungen, doch niemand darf zur Seite schaun bis "Rührt euch!" ist erklungen. Valleri, vallera, valleri, vallera, bis "Rührt euch!" ist erklungen. |